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17.09.2011 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Der Sozialismus fängt mit dem Allerkleinsten an«

Gespräch mit Guadalupe Rodríguez. Über die Arbeit ihres politischen Projekts in Caracas, die Verteidigung der Revolution und die Falschmeldungen westlicher Medien über Venezuela

Helge Buttkereit
Guadalupe Rodríguez ist Leiterin der Coordinadora Simón Bolívar im Viertel 23 de enero von Caracas.

Was macht die Coordinadora Simón Bolívar?

Wir sind eine sozio-politische Bewegung, die im Herzen des Viertels entstanden ist. Wir kommen nicht aus dem revolutionären Prozeß selbst, sondern hatten schon viele Jahre des Kampfes hinter uns, als Hugo Chávez unser Anführer wurde, den wir nun unterstützen. Vorher waren wir in einer klandestinen Gruppe, unsere Bewegung wurde sehr stark unterdrückt. Egal was im Land geschah, in der Zeitung stand, daß die Coordinadora Simón Bolívar Urheber war. Wir wissen, was Repression in der Vierten Republik bedeutete. Heute machen wir das gleiche wie vorher, aber sie verfolgen uns nicht mehr. Sie reißen die Häuser nicht mehr ab.

Ich habe eine wichtige Aufgabe im Gemeinschaftshaus »Freddy Parra« – Freddy war ein Genosse, der gefallen ist –, das uns einen Freiraum gibt. Das Haus war eine Station der städtischen Polize...


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