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14.09.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Kalkulierte Provokation

NATO will neues Grenzregime im Nordkosovo etablieren. Übergänge zu Serbien sollen von EU-Personal und kovoso-albanischen Zöllnern besetzt werden

Alexander S. Neu und Rüdiger Göbel
Europäische Union und NATO provozieren neue Auseinandersetzungen mit den im Kosovo lebenden Serben. Am Freitag soll an zwei Übergängen im Nordkosovo eine Zollkontrolle eingeführt werden. Neben dem Personal der sogenannten EULEX-Mission sollen auch kosovo-albanische Polizisten und Zollbeamte tätig werden. Die serbischen Behörden seien darüber informiert worden, meldet die Tageszeitung Blic. Borislav Stefanovic von der Verhandlungsgruppe der im Kosovo lebenden Serben nannte den Plan für Belgrad »unannehmbar«. Es gelte, ihn zu verhindern. Die Einführung des Grenzregimes werde einen »ruhigen Widerstand der Bürger« in der mehrheitlich von Serben bewohnten Region des Nordkosovo auslösen, so Stefanovic.

Hintergrund: Die Kosovo-Albaner haben 2008 einseitig die Sezession der zu Serbien gehörenden Provinz erklärt. Von einem Teil der EU-Mitgliedsstaaten wird das Kosovo mittlerweile als unabhängiger Staat anerkannt. Die im Kosovo lebende serbische Minderheit und die...

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