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10.09.2011 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Verbrechen verschleiert

Die Opfer der Terrorkriege nach »9/11«: Warum interessiert sich niemand dafür, wie viele Menschen in Afghanistan und im Irak sterben?

Joachim Guilliard
Am Jahrestag der Anschläge vom 11.September 2001 wird zu Recht der fast 3000 Menschen gedacht, die seinerzeit getötet wurden. Gedenkveranstaltungen für die ungleich höhere Zahl von Opfern der Kriege, die die USA und ihre Verbündeten im Anschluß führten, sucht man aber vergebens. Deren genau Zahlen wollen westliche Regierungen und Medien auch nicht wissen. Im Gegenteil, sie sind ein Politikum und werden mit allen Mitteln verschleiert.

Obwohl in Deutschland der Einsatz in Afghanistan vor allem mit humanitären Motiven gerechtfertigt wird, haben weder Bundesregierung noch wissenschaftliche Institute je zu ermitteln versucht, wie viele Afghanen bisher der gewaltsamen Modernisierung ihres Landes durch Krieg und Besatzung zum Opfer fielen. Die Bundesregierung gibt sich in der Frage hilflos: »Es sei nicht möglich, Zahlen zu nennen, sie hätte aber natürlich ›großes Interesse‹ an solchen Zahlen«, heißt es in einem Bericht der Zeitschrift Das Parlamen...

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