Schwarzer Kanal
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30.08.2011 / Thema / Seite 10

Tödliche Profite

Deutsche Panzer von Arabien bis Kurdistan im Einsatz. Rüstungsexporte sollen auch weiterhin den Einfluß der westlichen Staaten im arabischen Raum sichern

Ellen Jaedicke und Elmar Millich
Die aktuell von der Bundesregierung geplante Lieferung von 200 Leopard-2-Panzern an Saudi-Arabien hat die Diskussion über Rüstungsexportpolitik neu entfacht. Im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Interessen und der mit den Waffenexporten verbundenen außenpolitischen Einflußnahme bleibt zumeist der Aspekt der Menschenrechte auf der Strecke. Anläßlich des Antikriegstages am 1. September 2011 soll der folgende Beitrag den aktuellen Stand und die Folgen deutscher Rüstungsexporte näher beleuchten.

Bronzemedaille für die BRD

Im Zeitraum 2006 bis 2010 stammten nach Angaben des Stockholmer Friedensinstituts SIPRI elf Prozent der weltweiten Rüstungsexporte von schweren konventionellen Waffen aus der Bundesrepublik; sie rangiert damit in diesem Bereich auf Platz drei hinter den USA (30 Prozent) und Rußland (23 Prozent). Hauptabnehmer der Produkte aus der BRD waren im genannten Zeitraum Griechenland, Südafrika und die Türkei.

Gemäß dem Rüstungsexportbericht de...

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