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19.08.2011 / Inland / Seite 2

»Zustände kaum noch zu verantworten«

Alltag in Krankenhäusern: Wie Streichungen von Pflegestellen Patienten gefährden. Ein Gespräch mit Prof. Michael Isfort

Gitta Düperthal
Prof. Michael Isfort ist Abteilungsleiter am Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. in Köln und untersucht seit zehn Jahren die Pflegequalität in hiesigen Kliniken

Sie untersuchen die Pflegequalität in deutschen Krankenhäusern und befragen Pflegekräfte über ihren Arbeitsalltag. Sind die Patienten durch Personalmangel gefährdet?

Die Situation ist problematisch. In den zurückliegenden Jahren gab es einen erheblichen Abbau von Pflegekräften – das geht zu Lasten der Qualität. In den vergangenen 15 Jahren wurden fast 15 Prozent des Personals eingespart. Jede siebte Pflegekraft fehlt. Zugleich gilt es, über eine Million mehr Menschen in Krankenhäusern zu versorgen. Im gleichen Zeitraum hat man 25 Prozent mehr Ärzte eingestellt. Das war zwar sinnvoll und nötig, weil deren Arbeitsbedingungen europäischen Standards angepaßt werden mußten. Trotzdem entstand eine Schieflage. Immer weniger Pflegepersonal muß immer mehr Aufgaben übernehmen. Es gi...

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