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28.07.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Jugend will Utøya zurück

In Norwegen beginnt Diskussion um politische Konsequenzen aus dem Massaker. Jugendverbände solidarisch

Stefan Godau, Kopenhagen
Auch Tage nach dem Massaker von Utøya und Oslo mit mindestens 76 Todesopfern steht Norwegen noch unter Schock. Nach Gottesdiensten, Gedenkminuten und unzähligen Solidaritätsbekundungen sowie großen Trauermärschen, an denen allein in der norwegischen Hauptstadt fast eine halbe Million Menschen teilnahmen, rückt allmählich jedoch die politische Dimension des Verbrechens in den Fokus der Aufmerksamkeit. Der Ton der Debatte ist dabei bislang jedoch auffallend gedämpft, auf lautes, populistisches Gepolter wie nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA wird verzichtet. Statt dessen wird die Bedeutung von Solidarität, Demokratie und Zusammenhalt betont und gerade den Muslimen auch von offizieller Seite Unterstützung ausgesprochen. Die Sozialdemokraten, deren Jugendorganisation AUF (Arbeiterjugendverband) mit dem Sommerlager ein Ziel des Doppelanschlags von Anders Behring Breivik war, erleben eine Welle von Masseneintritten. Die Popularitätswerte von N...

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