30.06.2011 / Ausland / Seite 7

Dürreperiode

Millionen Menschen in Afrika in Not. Westen sieht keinen Grund für humanitäre Intervention

Knut Mellenthin
Mehr als zehn Millionen Bewohner Ostafrikas sind derzeit von einer Dürreperiode betroffen. Aufgrund der langfristigen Wetterprognosen wird damit gerechnet, daß die Krise sich weiter verschärft und daß die Zahl der Hilfsbedürftigen sprunghaft zunehmen wird. In einigen Gebieten der Region ist es jetzt schon die schlimmste Trockenheit seit 60 Jahren. Die Folgen sind Unterernährung, Ausbreitung von Krankheiten, inflationärer Anstieg der Preise für Grundnahrungsmittel und Massenflucht. Besonders hart sind die Auswirkungen für jene Bevölkerungsgruppen, die hauptsächlich von der Viehhaltung – Schafe und Ziegen, Rinder, aber auch Kamele – leben. Der Mangel an Wasser, das Schrumpfen der Weideflächen und die Ausbreitung von Krankheiten unter den geschwächten Tieren führen zu einem massenhaften Viehsterben. Zugleich sinkt die Produktion von Milch, einem wesentlichen Nahrungsmittel vor allem für Kinder, drastisch.

Auf die Notlage machte das UN-Büro für d...

Artikel-Länge: 4121 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe