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28.06.2011 / Inland / Seite 4

Migranten machen mobil

Im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg protestieren türkische Einwanderer gegen Wohnungspolitik von »Rot-Rot«. Für den Herbst plant die Initiative einen »Mieterhöhungsstreik«

Christian Linde
Sätze mit Seltenheitswert waren am Freitag am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg nicht nur zu hören, sondern auch zu lesen. »Yükselen Kiralari Durduralim!« stand auf einem großen Transparent. Übersetzt: »Steigende Mieten stoppen!« Das Besondere an diesem Vorgang: Erstmals protestieren nun auch Menschen mit Migrationshintergrund organisiert gegen die Wohnungspolitik des SPD-Linke-Senates. Mehr als 500 Anwohner rund um das Kottbusser Tor versammelten sich, um mit einer Kundgebung auf ihre zum Teil dramatisch gestiegenen Mieten und Betriebskosten aufmerksam machen. Unter dem Motto »Wir sind Kreuzberg – Wir bleiben« starteten die Anwohner eine Unterschriftenkampagne gegen ihre drohende Verdrängung. Auch das türkische Fernsehen war vor Ort und berichtete von der Veranstaltung.

Die Betroffenen sind in erster Linie Mieter der ehemals landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft GSW, die im Jahre 2004 von der »rot-roten« Koalition mit 65000 Wohneinheiten zum Schn...

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