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16.06.2011 / Ausland / Seite 2

»Was nach Ghaddafi kommt, ist völlig offen«

Libyens Machthaber wird sich nicht halten können. Keiner weiß, was von den Rebellen zu erwarten ist. Ein Gespräch mit Udo Steinbach

Ralf Wurzbacher
Prof. Dr. Udo Steinbach war bis 2006 Direktor des Deutschen Orient-Instituts Hamburg. Heute lehrt er an den Universitäten Marburg und Hamburg

Libyen wird nun seit über elf Wochen aus der Luft bombardiert. Wundert es Sie, wie still und öffentlich fast unbemerkt der Krieg gegen das Ghaddafi-Regime vonstatten geht?

Nein. Es passiert einfach zu wenig, über das sich mit spektakulären Bildern berichten ließe. Und je länger ein Krieg andauert, desto mehr sinkt auch das Medieninteresse.

Aufsehen erregt hat jüngst nur die Darstellung, Ghaddafi versorge seine Truppen containerweise mit Potenzmitteln, um diese für Massenvergewaltigungen in der Zivilbevölkerung aufzuputschen. Was halten Sie davon?

Gar nichts. Solche Vorwürfe müssen von einer unabhängigen Kommission untersucht und bestätigt werden. Solange das nicht geschieht, wirkt das Ganze wie ein weiteres Glied in der Kette an Vorwänden und Erfindungen, die den Militäreinsatz rechtfertigen sollen.

Berichte über de...


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