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14.06.2011 / Ausland / Seite 2

»Beschäftigte haben große Rolle gespielt«

In Ägypten könnte sich die Spaltung zwischen Mittelschichtjugend und subalternen Klassen weiter vertiefen. Ein Gespräch mit Amy Austin-Holmes

Daniel Behruzi
Dr. Amy Austin-Holmes ist Soziologin und arbeitet an der Amerikanischen Universität in Kairo

Wie haben Sie die Tage des Umsturzes in Ägypten erlebt?

Der entscheidende Tag war eigentlich der 28. Januar. An diesem Freitag haben die Menschen den Tahrir-Platz erobert. Ab da an blieb der Platz permanent besetzt. Es war absolut beeindruckend. Nach den Angriffen auf die Demonstranten wurden in den Moscheen ad hoc Kliniken eingerichtet. Das war alles spontan organisiert. Ebenso spontan entstanden milizartige Nachbarschaftsgruppen. Plötzlich waren Dinge möglich, die man sich zuvor nicht hätte vorstellen können.

Gab es nicht zumindest Vorläufer der Bewegung?

Seit der zweiten palästinensischen Intifada im Jahr 2000 gab es in Ägypten mehrere Protestwellen und Streikbewegungen. Von besonderer Bedeutung waren die Arbeitsniederlegungen der Textilarbeiter von Mahalla ab 2006. Insofern kam die Revolution nicht aus dem Nichts. Dennoch haben die Geschehnisse, vor allem am 2...

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