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11.06.2011 / Ausland / Seite 2

»In Brasilien wird fröhlich weitergemacht«

Ausstieg aus der Atomkraftnutzung? Berlin fördert AKW-Neubau. Technischer Stand von 1985. Gespräch mit Christoph von Lieven

Ralf Wurzbacher
Christoph von Lieven ist Atomexperte bei der Umweltschutzorganisation Greenpeace

In Brasilien befindet sich das Atomkraftwerk Angra 3 an der »grünen« Südküste Rio de Janeiros im Bau. Sie haben aktuell darauf hingewiesen, daß das mit deutscher Hilfe geschieht. Wie geht das vonstatten?

Schon der Atommeiler Angra 2, der ebenfalls an dieser Küste steht, wurde mit deutscher Technologie, nämlich aus dem Hause Siemens, errichtet. Genauso stammen die Maschinenteile für Angra 3 von Siemens, diese wurden bereits 1985 geliefert und warten seither darauf, verbaut zu werden. Es schien lange so, also hätte sich das Projekt erledigt, weil die damalige brasilianische Regierung das nationale Atomprogramm eingestellt hatte. 2007 beschloß dann das Kabinett Lula da Silvas, den AKW-Bau wieder voranzutreiben. Die Arbeiten wurden 2010 wieder aufgenommen, allerdings nicht durch Siemens, sondern das deutsch-französische Atomenergieunternehmen Areva NP.

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