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11.06.2011 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Über Carla del Ponte (3)

Reinhard Jellen
Jedem Angeklagten steht von Rechts wegen eine kompetente Verteidigung zu. Trotzdem füllte mich die Arbeit nicht aus, vor allem befriedigte mich das kontinentale Rechtssystem nicht. Als Verteidiger erhält man eine Akte, liest die Aussagen zu dem Fall, prüft die Beweise. Und nahezu immer stellt man fest, daß der Angeklagte schuldig ist. Ich besuchte meine Mandanten im Gefängnis, und sie jammerten ›Ich war es nicht‹, brachten aber keine überzeugenden Alibis bei. Und ich verlor die Geduld. In einem Gerichtssaal zu stehen und jemanden zu verteidigen, von dem ich wußte, daß er hinter Gittern gehörte, war mir zuwider.« (Carla del Ponte, »Im Namen der Anklage«, S. 30)

Bereits am Anfang ihres Buches »Im Namen der Anklage« macht Carla del Ponte aus ihrem Herzen keine Mördergrube und schildert, aus welcher psychischen Disposition heraus sie ihr Amt als Chefanklägerin des Kriegsverbrechertribunals in Den Haag antrat. Dabei scheint sie davon ausgegangen...

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