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18.05.2011 / Feuilleton / Seite 12

Stärke aus Bündnissen

Ein Nachruf zum Tod von Horst Bethge

Wolfgang Gehrcke
Ich schiebe das Blatt Papier von mir, mein Gefühl rebelliert gegen die Nachricht: Horst Bethge ist am Donnerstag, den 12. Mai, im Alter von 76 Jahren in seiner Heimatstadt Hamburg gestorben. Sterben Moral und Gewissen? Stirbt Geschichte? Horst Bethge hat sich in sie eingeschrieben, er bleibt.

Ich kannte Horst über 50 Jahre. In diesen Jahrzehnten personifizierte er die Bewegungen für Frieden und zur Verteidigung der Demokratie. Ihm gingen auch dann die Ideen nicht aus, seine Tatkraft versiegte nicht, auch wenn andere schon müde geworden waren vom Kampf, der doch nur selten und manchmal kaum erkennbar Fortschritte brachte. Und dabei war und blieb er ein warmherziger, hintersinniger und ungeheuer humorvoller Mensch.

In den 50er Jahren gehörte Horst Bethge zur Bewegung Kampf dem Atomtod. Das war die Zeit, als der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Strauß den deutschen Zugriff auf Atomwaffen wollte und die SPD ein Plakat druckte mit der Aufschrift: »...



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