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13.05.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Propagandakrieg im Äther

Seit Jahrzehnten hetzen Rundfunk- und Fernsehprogramme aus den USA gegen die kubanische Regierung

André Scheer
Der Rundfunksender Radio Mambí hat sich nach den Freiheitskämpfern benannt, die Ende des 19. Jahrhunderts für die Unabhängigkeit Kubas von der spanischen Kolonialherrschaft kämpften. Doch was an Sprüchen auf Mittelwelle 710 kHz über den Sender geht, klingt nun gar nicht kubanisch. »Obama ist ein unheilbarer Linker, der sich für die nordamerikanische Macht schämt und vielfach die Dummheit begangen hat, die Vorzüge seines eigenen Landes zu leugnen, um den eingeschworenen Feinden der Vereinigten Staaten zu gefallen«, kommentierte der Sender am vergangenen Montag. Allerdings steht der Sender auch nicht in Santiago de Cuba, wo ein gleichnamiger Sender sein Programm ausstrahlt, sondern im US-amerikanischen Miami. Offiziell richtet sich das Programm an die spanischsprachige Bevölkerung im Bundesstaat Florida, aber tatsächlich kümmert man sich mehr um Ereignisse in Kuba als um die Innenpolitik der eigenen Region.

Seit dem Sieg der Kubanischen Revolution 1959 wur...

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