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10.05.2011 / Ausland / Seite 6

Tiefe Beziehungskrise

US-Stimmungsmache gegen Pakistan, aber Zusammenarbeit wird fortgesetzt

Knut Mellenthin
Nach dem Einsatz eines US-amerikanischen Killerkommandos im pakistanischen Abbottabad befinden sich die ohnehin schwer strapazierten Beziehungen zwischen den beiden Ländern auf einem neuen Tiefstand. Präsident Barack Obama hat einen Pakistan-Besuch in diesem Jahr, den er im Oktober 2010 öffentlich zugesagt hatte, ohne Begründung und Angabe eines neuen Termins verschoben.

US-Politiker und -Militärs verkünden schon seit Monaten, daß Teile des pakistanischen Geheimdienstes ISI und der Streitkräfte des Landes eng mit den afghanischen Taliban und anderen militanten Islamisten, einschließlich Al-Qaida, zusammenarbeiten. Nach der Operation in Abbottabad, bei der angeblich bin Laden getötet wurde, wird wie eine feststehende Tatsache verbreitet, daß die pakistanische Führung den Aufenthaltsort des Al-Qaida-Chefs gekannt haben müsse. Dabei hatte selbst die US-Regierung, deren Dienste über die besten Aufklärungsmöglichkeiten der Welt verfügen, bis zuletzt behauptet...

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