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04.05.2011 / Ausland / Seite 8

»Die Neoliberalen hinterlassen verbrannte Erde«

In Mexiko führen Linke einen erbitterten Kampf gegen Privatisierungen und den nationalen Ausverkauf. Ein Gespräch mit Paco Ignacio Taibo II

Torge Löding
Der gebürtige Spanier Paco Ignacio Taibo II gehört zu den bekanntesten Autoren Mexikos. Er politisierte sich 1968 in der blutig niedergeschlagenen Studentenbewegung, schrieb vielbeachtete Biographien von Che Guevara und Pancho Villa sowie ein Werk zur Geschichte der Kommunistischen Bewegung in Mexiko. Er gilt auch als Begründer des neuen lateinamerikanischen Kriminalromans

Sie sind als linker Autor bekannt – verstehen Sie sich auch als Intellektueller?

Als ich einmal zu einer Lesung in eine Fabrik kam, hörte ich einen Arbeiter sagen: »Ach, jetzt kommt dieser Intellektuelle.« Ich erklärte ihm, ich wisse zwar, daß er acht Stunden oder länger an der Maschine steht – ich selbst aber müsse jeden Tag zwölf oder 14 Stunden arbeiten, und zwar auf dem Arsch sitzend. Das eine ist nicht mehr wert als das andere. Beides ist anstrengend.

Mit Blick auf die Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr arbeiten Sie politisch mit der Basis der »Partei der Demokrat...

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