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03.05.2011 / Thema / Seite 10

Gesundheitsrisiko Ungleichheit

Hintergrund: Epidemiologen untersuchen, warum in hierarchischen Gesellschaften Erkrankungsrisiken ein soziales Gefälle aufweisen

Michael Zander
Gezwungen durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, beschloß die Bundesregierung am 3. Dezember 2010 einen Hartz-IV-Regelsatz auf neuer Berechnungsgrundlage. Für Erwerbslose und abhängig Beschäftigte war dies nicht nur deshalb eine Niederlage, weil die Erhöhung des Regelsatzes lächerliche fünf Euro betrug. Ihnen wurde obendrein noch vermittelt, daß andere darüber entscheiden, welche ihrer konsumtiven Bedürfnisse als legitim anzusehen sind und welche nicht. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) spielte sich auf Kosten der Erwerbslosen zum Moral- und Gesundheitsapostel auf. Ausgaben für Tabak und Alkohol waren aus der Berechnung gestrichen worden. »Das sind Genußmittel, die nicht existenzsichernd sind«, belehrte die Ministerin die Öffentlichkeit (Die Welt, 27.9.10). Bereits Monate vor dem Beschluß meinte die FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger, es werde »viel Geld ausgegeben, um über die Gesundheitsschäden durch Tabak aufzuklären«. Sie sei dah...

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