Schwarzer Kanal
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29.04.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Tränengas gegen Arbeiter

Türkei: Streikcamp in Samsun gewaltsam aufgelöst. Neoliberale Offensive der Regierung stößt auf eine zersplitterte Gewerkschaftsbewegung

Nick Brauns
Mit Wasserwerfern und Tränengas löste die türkischen Polizei Mitte April ein Streikcamp in der Schwarzmeerstadt Samsun auf. Zwölf Tage lang hatten Tabakarbeiter mit ihren Familien eine Fabrik besetzt, um gegen die privatisierungsbedingte Entlassung von 110 Kollegen zu protestieren.

Polizeigewalt gegen protestierende Arbeiter ist zur Normalität unter der seit 2002 regierenden islamisch-konservativen AKP-Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan geworden. Während die Wirtschaft mit kräftigem Wachstum von fast neun Prozent im vergangenen Jahr aus der globalen Krise kam, bleibt die Armut unverändert hoch. Die im Interesse der anatolischen Unternehmer und des internationalen Großkapitals betriebene neoliberale Regierungspolitik setzt auf die Privatisierung von Staatsbetrieben und die Deregulierung des Arbeitsmarktes.

Den bislang heftigsten Widerstand gegen die Privatisierungspolitik leisteten im vergangenen Jahr 12000 Beschäftigte des ehemals staa...



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