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28.04.2011 / Inland / Seite 5

Rentenkürzung mit ver.di

Gewerkschaft segnet Reduzierung der Ansprüche bei Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes per Tarifvertrag ab. Klagen von Betroffenen erzwingen Nachverhandlungen

Herbert Wulff
Seit 30 Jahren ist Hartmut Vatter in der Gewerkschaft ver.di bzw. deren Vorgängerin ÖTV organisiert. Doch jetzt ist er sauer auf seine Organisation. Denn der ehemalige Krankenpfleger – der nach mehr als 30 Jahren im Klinikum Berlin-Neukölln und entsprechend langer Beitragszahlung in die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes, die sogenannte VBL, in den Ruhestand ging – muß deutliche Renteneinbußen hinnehmen. Schuld ist die 2002 in Kraft getretene Reform der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL), die ver.di per Tarifvertrag absegnete. Dabei wurde das bisherige Gesamtversorgungssystem, das ursprünglich die Altersrente der öffentlichen Angestellten auf das Niveau der Beamtenpensionen anheben sollte, durch ein auf die Verzinsung von Beiträgen ausgerichtetes Punktemodell ersetzt. Die zuvor erworbenen Ansprüche werden in sogenannten Startgutschriften festgehalten. Doch diese bescheren einem Großteil der Einzahler herbe Verluste .

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