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08.04.2011 / Feminismus / Seite 15

Diversity Management statt Klassenkampf

Feministin und Historikerin Tove Soiland erläuterte in Berlin ihre Kritik dekonstruktivistischer Gender Studies

Anne Seeck
Rund 70 Besucherinnen und Besucher drängten sich am Mittwoch abend im »Zielona Gora«, einem Linkstreff im Berliner Stadtbezirk Friedrichshain. Sie alle wollten Tove Soiland zuhören, einer aus der Schweiz stammenden Historikerin und feministischen Theoretikerin. Eingeladen hatte die Gruppe »Internationale KommunistInnen«.

Soiland ist bekannt für ihre dezidierte Kritik an den sogenannten Gender Studies. Thema ihres Vortrags in Berlin: »Queer, flexibel, erfolgreich. Haben dekonstruktive Ansätze den Feminismus entwaffnet?«. Die Wissenschaftlerin betonte gleich zu Anfang, sie wolle die Polarisierung zwischen verschiedenen Richtungen nicht weiter verschärfen.

Die Gender-Theorie, erläuterte Soiland, komme aus den »cultural studies«, bei deren »Übersiedlung« von Großbritannien in die USA die Kopplung zwischen der Betrachtung von Kulturkämpfen und von ökonomischen Verhältnissen verloren gegangen sei. Die Kategorie Klasse sei vielfach abgelehnt worden. Auch das S...



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