04.04.2011 / Ansichten / Seite 8

Prinzipielle Fragen

GDL wird sich durchsetzen

Rainer Balcerowiak
Die Tarifauseinandersetzung im Schienenverkehr scheint auf den ersten Blick deutlich an Dramatik verloren zu haben. Beim mit Abstand größten Anbieter, der Deutschen Bahn AG, geben sich sowohl die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) als auch auch das Management vorsichtig optimistisch, daß es zu einer Verhandlungslösung über einen Rahmen- und einen Haustarifvertrag kommen wird. Mit den großen privaten Schienengüterverkehrsunternehmen konnte die GDL bereits entsprechende Verträge abschließen.

Als hartleibig erweisen sich lediglich die meisten DB-Konkurrenten im Personennahverkehr, die auf die Vorteile, die ihnen Lohndumping bei Ausschreibungen von Verkehrsleistungen bringt, keinesfalls verzichten wollen. Zwar bieten die Unternehmen der GDL unter dem Eindruck von deren Streikfähigkeit mittlerweile höhere Vergütungen an, allerdings nur in Form von Haustarifverträgen und Betriebsvereinbarungen – was die GDL strikt ablehnt.

Was als kleinliche P...



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