24.03.2011 / Wissenschaft & Umwelt / Seite 15

Instabile Spaltprodukte

Keiner weiß, wie es in den Druckbehältern aussieht: Noch könnte Fukushima ein neues Tschernobyl werden

Wolfgang Pomrehn
Noch immer hat Tepco, der weltgrößte AKW-Betreiber, keinen seiner havarierten Reaktoren im japanischen Kraftwerkskomplex Fukushima Daiichi so richtig unter Kontrolle. Mal heißt es, die Temperaturen hätten abgesenkt werden können, dann wieder wird von aufsteigendem Rauch oder Wasserdampf über dem einen oder anderen der Reaktoren berichtet. Die Informationen sind spärlich und widersprüchlich. Meist treffen sie verspätet ein.

Am Montag sollte die Öffentlichkeit mit Temperaturmessungen beruhigt werden. Sie wurden von Helikoptern aus mittels Infrarotsensoren durchgeführt. Was heißt das? Zum einen haben die Betreiber offensichtlich weder im Reaktordruckbehälter noch im umgebenden Sicherheitsbehälter noch im Betriebsgebäude die Möglichkeit, kontinuierlich zu messen. Es gilt also immer noch, was eine ehemaliger Tepco-Ingenieur vor anderthalb Wochen auf einer Pressekonferenz japanischer AKW-Gegner sagte: »Keiner weiß, wie es in den Druckbehältern aussieht.«

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