09.03.2011 / Ausland / Seite 7

Gleiches Spiel

Korruption in Südafrika: Für die Armen spielt es keine Rolle, wer in den Chefsesseln sitzt

Christian Selz, Port Elizabeth
Die Nachricht schaffte es nicht einmal auf die Titelseiten der meisten südafrikanischen Zeitungen: Umgerechnet 4,5 Millionen Euro aus dem Gesundheitsetat der Provinz Eastern Cape sind durch Vetternwirtschaft und Selbstbereicherung »verlorengegangen«. Das ergab eine Untersuchung, die das Gesundheitsministerium der Heimatprovinz Nelson Mandelas in Auftrag gegeben hatte. Für den regionalen Gesundheitsminister Phumulo Masualle nur ein weiterer Schlag ins Kontor, er muß derzeit auch den Tod von 181 Säuglingen im nach Mandela benannten Krankenhaus von Umthatha erklären. Während das Geld in den Taschen der Verwaltungsoberen versackt, drohen die Krankenschwestern mit Kündigung – kein Skandal, sondern traurige Normalität in Südafrika.

Es vergeht kaum eine Woche am Kap, in der die politischen Medien des Landes nicht wenigstens einen hochrangigen Politiker des regierenden ANC unlauterer Geschäftspraktiken im Umgang mit Vettern aus der Wirtschaftselite beschul...

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