07.03.2011 / Feuilleton / Seite 13

Schwein erfunden. Ein Bischof hat vor Gericht verloren

Colin Goldner
Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat im Rechtsstreit mit dem Atheisten Michael Schmidt-Salomon eine schmerzliche Niederlage erlitten. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BVGH) sah es Ende vergangener Woche als erwiesen an, daß Müller in einer Predigt aus dem Jahr 2008 die »Pflicht zur Sorgfalt, Sachlichkeit und Wahrhaftigkeit« nicht erfüllt habe.

Gerichtet war diese Predigt gegen den »aggressiven Atheismus« Schmidt-Salomons. Müller hatte behauptet, der Atheist habe in seinem Kinderbuch »Wo bitte geht’s zu Gott?« (Alibri Verlag/Foto) einen Rabbi, einen Bischof und einen muslimischen Gelehrten »als Schwein« bezeichnen lassen. Das war frei erfunden. Tatsächlich besuchen ein Igel und ein Schweinchen verschiedene Religionsgelehrte, um ihnen – kindgemäß – Fragen nach Gott zu stellen.

Darüber hinaus behauptete Müller, Schmidt-Salomon würde ...



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