03.03.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Jakobiner vor Bayreuth

Die oberfränkische Aufsteiger-Universität zeigte sich schon immer bei würdigen Kandidaten mit Titeln erkenntlich

Otto Köhler
Das uralte Geschlecht der von und zu Guttenberg wußte, was für eine Art von Universität 1975 in 25 Kilometern Luftlinienentfernung zu Füßen seines Schlosses den Betrieb aufgenommen hatte. Darum ließ sich dort zu nahezu fairen Bedingungen der Doktortitel für Stammhalter Karl-Theodor problemlos bewerkstelligen.

Auch der nigerianische Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka hatte von den Usancen an der jungen bayerischen Universität im Stammesgebiet der Oberfranken erfahren. Entsetzt lehnte er darum 1989 den Versuch der Hochschule ab, ihm einen Ehrendoktor anzuhängen, obwohl der überhaupt nichts kosten sollte.

Der gegenwärtige Präsident der Universität Bayreuth, Professor Dr. Rüdiger Bormann, weist Meldungen zurück, Karl-Theodor zu Guttenberg sei während seiner Promotion im Zusammenhang mit dem Lehrstuhl Medizinmanagement als Sponsor für die Universität Bayreuth aufgetreten. Ein Kooperationsvertrag zwischen der Techniker-Krankenkasse, der Rhön-Klinikum AG, ...



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