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02.03.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Klare Kante in Madison

Widerstand staatlich Beschäftigter im US-Bundesstaat Wisconsin gegen Kahlschlagpläne des Gouverneurs hält an. Polizei verweigert Befehle

Rainer Rupp
Die dem US-Kapital besonders nahestehende Republikanische Partei scheint fest entschlossen: Der Sozialabbau muß forciert werden. Zugleich soll den Resten der US-Gewerkschaftsbewegung der Todesstoß verpaßt werden. Die »Unions« sind durch jahrzehntelange Attacken bereits stark dezimiert und politisch gezähmt. Doch das reicht den politischen Erben von George W. Bush offenbar nicht.

Heute sind in der Privatwirtschaft der Vereinigten Staaten noch knapp sieben Prozent der Beschäftigten gewerkschaftlich organisiert. Das ist eine fast zu vernachlässigende Größe. Anders im öffentlichen Dienst. Dort sind noch 35 Prozent der Angestellten Gewerkschaftsmitglieder. Grund genug für die Republikaner, genau dort anzusetzen.

Als Speerspitze des Angriffs auf die Rechte der Arbeiter und Angestellten hat sich der aus der »Tea Party«-Bewegung hervorgegangene Gouverneur von Wisconsin, Scott Walker, in Stellung gebracht. Im vergangenen November gewählt, kündigte er mit Amtsübe...



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