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26.02.2011 / Feuilleton / Seite 13

In ihm wohnt etwas

Anruf von außerhalb unseres Planetensystems: Rudolf Steiner hätte 150. Geburtstag

Thorsten Kraechan

»Sehen Sie, so hat sich die Sache entwickelt, daß diese fünf Rassen entstanden sind. Man möchte sagen, in der Mitte schwarz, gelb, weiß und als ein Seitenhieb des Schwarzen das Kupferrote, und als ein Seitenzweig des Gelben das Braune – das sind immer die aussterbenden Teile. Die Weißen sind eigentlich diejenigen, die das Menschliche in sich entwickeln.«

Rudolf Steiner, Die Schöpfung der Welt und des Menschen

Am Sonntag vor 150 Jahren wurde der spirituelle Führer der Anthroposophen, Rudolf Steiner, geboren. Im Vorfeld des Jubiläums wurde der Okkultist mit großangelegten Kampagnen zur Bildungsbürger-Ikone aufgebaut. Während der Frankfurter Buchmesse im vergangenen Herbst weilte er an Bushaltestellen in Plakatform wenigstens optisch unter den Lebenden, in den Messehallen hatten seine Jünger unter einem dezenten Steiner-Schrein mehrere Kubikmeter druckfrische Echolalien seiner eklektischen Vorträge aufgebahrt. Steiner schrieb nicht, er ließ schreiben...



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