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22.02.2011 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Bulldozer mit Ziel USA

Dank willfähriger Gewerkschaften setzt der Fiat-Konzern seinen Frontalangriff auf die Beschäftigten fort und plant gleichzeitig den Absprung nach Detroit

Raoul Rigault
Fiat-Vorstandschef Sergio Marchionne schreitet mit seiner »Bulldozer«-Strategie zur Ausschaltung der größten Metallarbeitergewerkschaft FIOM-CGIL voran. Dabei kann er auf die Unterstützung der kleineren, »pragmatischen« und angeblich »unpolitischen« Branchenverbände FIM-CISL, UILM, FISMIC und UGL zählen. Jüngster Coup war ein Separatabkommen über die Reduzierung der Freistellungen von ehrenamtlichen Gewerkschaftsfunktionären.

Weder eine Großdemonstration Mitte Oktober in Rom mit mehreren zehntausend Teilnehmern noch der überraschend hohe Nein-Stimmen-Anteil – trotz angedrohter Schließung – beim Referendum über das Vorstandsdiktat im Stammwerk Turin-Mirafiori (47 Prozent) noch der landesweite Streik von FIOM und linken Basisgewerkschaften am 28. Januar konnten Marchionnes Durchmarsch bislang stoppen. Die Kritiker des aggressiven Kurses im Unternehmerlager sind angesichts des erfolgreichen Vorgehens fast verstummt. Statt dessen finden sich imme...

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