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15.02.2011 / Inland / Seite 2

»Deutschland schießt sich selbst ins Knie«

Verfehlte Wirtschaftspolitik: Rechtzeitiges Handeln hätte gewaltige Kosten gespart. Ein Gespräch mit Oskar Lafontaine

Interview: Mirko Knoche
Oskar Lafontaine ist Vorsitzender der Linksfraktion im saarländischen Landtag

Bundesbankchef Axel Weber gibt sein Amt Ende April auf. Damit beerdigte er seine Kandidatur für den Vorsitz der Europäi­schen Zentralbank (EZB). Wie bewerten Sie seinen Rücktritt?

Das ist eine Chance für eine bessere Geldpolitik in Europa. Weber gehörte im Zentralbankrat der EZB zu den Falken, die die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben. Zu Beginn der Finanzkrise hatte diese Gruppe noch durchsetzen können, daß der Leitzins erhöht wird.

Für den Posten des Bundesbankchefs ist nun der Wirtschaftsberater der Kanzlerin, Jens Weidmann, im Gespräch. Wird das zu einer anderen Politik führen?

Ob er der richtige Mann ist, darf bezweifelt werden. Er kommt aus derselben Schule wie Weber. Es wäre wünschenswert, wenn es auch in Deutschland endlich einen Geldpolitiker an der Spitze der Bundesbank gäbe, der pragmatisch handelt und sich für Wachstum, Beschäftigung und soziale Belange einsetzt. ...

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