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15.02.2011 / Ausland / Seite 7

Gespielte Wut

Griechische Regierung gibt sich aus Imagegründen empört über den Vorschlag, Strände zu verkaufen

Heike Schrader, Athen
Griechenlands Angestellte im öffentlichen Nahverkehr setzten sich weiter gegen Privatisierungs- und Streichungpläne der Regierung zur Wehr. Fünf Stunden lang fuhr am gestrigen Montag in Athen keine Metro. Für den heutigen Dienstag haben alle Betriebe des öffentlichen Nahverkehrs einen ganztägigen Streik beschlossen. In einer großen Demonstration will man vor das griechische Parlament ziehen, wo heute mit den Stimmen der regierenden ­PASOK der Ausverkauf des staatlichen öffentlichen Nahverkehrs beschlossen werden wird.

Die Streichungs- und Privatisierungspläne der griechischen Regierung stehen im Einklang mit dem am vergangenen Freitag von der Kontrollkommission aus Vertretern von EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) geforderten weitreichenden Verkauf von gesellschaftlichem Eigentum an private Unternehmer. Etwa 50 Milliarden Euro sollen nach Vorschlägen der Kommission durch die Privatisierung von Staatsunternehmen und...

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