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09.02.2011 / Feuilleton / Seite 12

Der große Zyniker

Thomas Bernhard wäre heute 80 Jahre alt geworden

Gisela Sonnenburg
Was war er für ein Berserker des Wortes: »Glauben Sie mir / an diesem Volk ist nicht das geringste / mehr liebenswürdig / Wo wir hinkommen / Mißgunst / niederträchtige Gesinnung / Fremdenfeindlichkeit / Kunsthaß«. Diese Apotheose spricht der »Theatermacher« Thomas Bernhard, und gemeint sind natürlich die Österreicher: »pervers«, ja »grotesk« seien seine Landsleute, heißt es, zudem »minderbemittelt«, gar »unzurechnungsfähig«. Ob Alpenglühn-Gejodel oder Frittatensuppe: Austria und Bernhard ließen einander nicht in Ruhe.

Schon gar nicht im Theater. Das Prinzip der Wiener liebsten Kunst beschrieb Bernhard bissig: »Dargestelltes ist Verlogenes / und dargestelltes Verlogenes lieben wir« – so eine Haßliebe zur Schauspielkunst konnte nur er formulieren. Der große Zyniker spießte die österreichische Kultur – in seinen Augen ein Paradoxon – sozusagen von Berufs wegen auf. Und in kongenialen Handstreichen bekam wie nebenbei auch die nur scheinbar ...

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