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19.01.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Sachte rückwärts marsch

Stromkonzerne drängen auf schrittweisen Ausstieg aus der Förderung für erneuerbare Energieträger. Unterstützung von EU-Kommissar Oettinger

Wolfgang Pomrehn
E.on-Chef Johannes Teyssen hält nichts von Egoismus, ließ er am Montag das Handelsblatt wissen. Für den Vorstandsvorsitzenden des größten hiesigen Energiekonzerns, der es in guten Jahren schon mal auf einen Nachsteuergewinn von zehn Milliarden Euro bringt, ist das eine bemerkenswerte Einstellung. »Die Energiepolitik«, so ließ er die Zeitung wissen, »muß mit einer Feder geschrieben sein, nationalstaatliche Egoismen haben darin nichts mehr zu suchen.«

Vordergründig geht es Teyssen um das System, mit dem in der EU »Verschmutzungsrechte«, das heißt, Zertifikate für CO2-Emissionen, gehandelt werden. Nationale Quoten für Energien aus erneuerbaren Quellen, nationale Fördersysteme, Kohlesubventionen und anderes würden es massiv stören und seiner Wirkung berauben. Das in Deutschland geltende Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zur Förderung des Ökostroms will Teyssen zwar momentan nicht infragestellen, aber: »Man muß zu gegebener Zeit über alle nationalen Förderins...

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