14.01.2011 / Feuilleton / Seite 13

Keine Terroristen

Farhad Payar und Yasmin Khalifa nehmen den Zuschauer mit auf eine Reise in die kleine Welt eines kommunistischen Dorfes

Oliver Matz
Europa im 21. Jahrhundert. Ganz Europa ist kapitalistisch. Ganz Europa? Nein, ein kleines, in Norditalien gelegenes Dorf ist kommunistisch. Montaretto heißt es, liegt zwischen Genua und Pisa, in der malerischen Landschaft Liguriens und zählt kaum 200 Einwohner.

Wer nun Parteiideologie oder philosophische Abhandlungen erwartet, wird unweigerlich enttäuscht. Statt dessen wird der ganz praktisch gelebte Alltag porträtiert. Die Kamera folgt den Menschen in die Küche, zeigt sie auf der Veranda sitzend und beim Fußball spielen. Nacheinander kommen alte und junge Dorfbewohner, sowohl Frauen und Männer als auch Kinder zu Wort. Individuell liefern sie – humorvoll und nachdenklich – ganz unterschiedliche Definitionen ihres gelebten Kommunismus.

Ein deutscher Bewohner bringt zu Beginn die Botschaft des Films auf den Punkt: »Der Kommunismus in Montaretto funktioniert nur deshalb so gut, weil schon lange bevor der Marx seinen ersten Rülpser gemacht hat, ...



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