08.01.2011 / Ausland / Seite 7

Auf der Anklagebank

In Texas beginnt am Montag der Prozeß gegen den CIA-Terroristen Luis Posada Carriles. Beweise aus Kuba wegen Anschlägen gegen die Insel werden ins Verfahren einbezogen

André Scheer
Am Montag beginnt im texanischen El Paso der erste Prozeß gegen den früheren CIA-Agenten Luis Posada Carriles in den Vereinigten Staaten, bei dem dieser sich auch dem Vorwurf terroristischer Aktivitäten gegen Kuba stellen muß. Obwohl sich das eigentliche Verfahren gegen den heute 82jährigen formell nur um dessen illegale Einreise in die USA im Jahr 2005 dreht, hat die Anklagebehörde die eigentlichen Verbrechen des Terroristen zum Gegenstand gemacht, als sie gegen Posada Carriles im Jahr 2009 nachträglich auch den Vorwurf der Falschaussage erhob. Der Angeklagte habe gelogen, als er seine Beteiligung an mehreren Bombenanschlägen in Kuba in Abrede stellte.

Posadas Anwalt in dem Verfahren, Felipe Millán, beharrt »in diesen Fällen« auf der Unschuld seines Mandanten. Zum Verhängnis könnten diesem jedoch mehrere Interviews werden, die Posada gewährt hatte, als er sich noch sicher fühlte. So kündigte er im Februar 1998 gegenüber Reportern des US-Fernsehsenders C...

Artikel-Länge: 4027 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe