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04.01.2011 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Rebellion der Leiharbeiter

Südkorea: Nach dem bislang längsten Arbeitskampf von prekär Beschäftigten haben bei Hyundai Motors Verhandlungen begonnen

Raoul Rigault
Prekäre Arbeitsverhältnisse gelten in Gewerkschaftskreisen inzwischen allgemein als zentrales Problem. Der Schritt von der verbalen Ablehnung zum ernsthaften Widerstand gestaltet sich in der Regel allerdings schwierig. Südkorea lieferte zum Jahresende jedoch den Beweis dafür, daß er selbst aus einer Minderheitsposition heraus möglich ist, und zeigte zugleich Hemmnisse und Spaltungslinien.

Am 15. November 2010 traten 570 der rund zweitausend Leiharbeiter im Hyundai-Motor-Werk in der Industriemetropole Ulsan gut 400 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Seoul in den Streik. Sie legten zunächst drei Fließbänder lahm und forderten ihre reguläre Übernahme durch den größten Autobauer des Landes, der zusammen mit seinem Tochterunternehmen Kia Motors 70 Prozent des heimischen Marktes kontrolliert. Dabei beriefen sie sich auf ein im Juli ergangenes Urteil, wonach mehr als zwei Jahre bei derselben Firma Angestellte als Teil der Kernbelegschaft zu betrachten sind und...

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