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15.12.2010 / Thema / Seite 10

Leben auf Sparflamme

Reportage. Die Wirtschafts- und Finanzkrise ist längst in der Lebenswirklichkeit der spanischen Bevölkerung angekommen

Elli Rötzer
Spanien gilt als einer der nächsten Kandidaten, der das Euro-Schutzpaket in Anspruch nehmen könnte. Das Land steckt in der Krise, seit vor drei Jahren die Immobilienblase platzte. Zahlreiche Baufirmen meldeten Konkurs an, viele Menschen verloren ihren Job, einige sogar ihr Zuhause. Die Arbeitslosigkeit steigt immer weiter, und viele derer, die doch Arbeit finden, verdienen einfach zu wenig, um die Rechnungen für Strom, Wasser und Benzin bezahlen zu können. Und die Situation verschlechtert sich zunehmend.

Rosa Velazquez hat acht Lampen in ihrem Wohnzimmer, aber die 37jährige Hausfrau aus Málaga in Südspanien macht abends immer nur zwei an. Sie sieht älter aus als 37, ist mager, unter den Augen hat sie große Schatten. Ihr Mann hat seinen Job verloren und findet keinen neuen, das Arbeitslosengeld ist längst verbraucht, Sozialhilfe gibt es in Spanien fast nicht. Ihr gesamter Alltag dreht sich deshalb darum, Ausgaben zu senken und den Verbrauch auf das Nötigs...

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