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14.12.2010 / Inland / Seite 5

Wirklich schuld ist keiner

Runder Tisch Heimerziehung empfiehlt Entschädigungsfonds. Zahlungen nach Einzelfallprüfung. Staat und Institutionen verweisen auf Zeitgeist und schlechte Datenlage

Jana Frielinghaus
Es wird etwas Geld geben. Das Bekanntwerden von Gewalt und sexuellem Mißbrauch auch in Erziehungseinrichtungen für die Kinder Wohlhabender im Frühjahr dieses Jahres dürfte am Ende einigen Einfluß auf die Entscheidung gehabt haben, traumatisierten ehemaligen Heimkindern überhaupt finanzielle Hilfen zuzugestehen.

Antje Vollmer, Vorsitzende des vor knapp zwei Jahren eingerichteten »Runden Tisches Heimerziehung« (RTH), stellte am Montag in Berlin dessen Abschlußbericht vor, der Empfehlungen an den Bundestag enthält. 120 Millionen Euro sollen demnach in einen Entschädigungsfonds fließen, zu je einem Drittel eingezahlt von Bund, Ländern und Kirchen. Den größten Widerstand gegen die Schaffung dieses überschaubaren Stiftungsvermögens kam zuletzt von den Ländervertretern. Vollmer verwies bei der Präsentation des Reports darauf, daß das Gremium »absolut machtfrei« agiere und, anders als der nach den Anfang des Jahres bekanntgewordenen Fällen an kirchlichen und and...

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