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09.12.2010 / Ausland / Seite 7

Programmierte Katastrophe

In einem Monat soll der Südsudan über seine Eigenstaatlichkeit abstimmen. Rationale Gründe gegen das Referendum finden kein Gehör

Gerd Schumann
Die Uhr tickt. In genau einem Monat, am 9. Januar 2011, soll die Bevölkerung des Südsudan in einem Referendum über den zukünftigen Status der Region abstimmen. Derzeit deutet vieles darauf hin, daß das Votum zugunsten der Bildung eines eigenen Staats ausfallen wird –ein Ergebnis, das unkalkulierbare Risiken für die Lage im Land ebenso wie für ganz Afrika mit sich brächte. Innerkontinentale Grenzen ständen erstmals grundsätzlich – wie in der nachkolonialen Epoche noch nie – zur Disposition. Die aktuellen Konstellationen in Côte d’Ivoire, Somalia, Senegal, Kenia, Kongo-Kinshasa und anderen Staaten lassen Schlimmes befürchten.

»Ist der nächste Krieg bereits in Sicht?« fragte schon vor neun Monaten der Spiegel (8.3.2010). »Vor Referendum wächst Angst vor Krieg im Sudan« schlagzeilte jetzt die österreichische Tageszeitung Die Presse (6.12.). Tatsächlich droht dem ostafrikanischen Land ein Katastrophenszena­rium – ein Eindruck, de...

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