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04.12.2010 / Inland / Seite 4

»Zug der Erinnerung« setzt Kundgebung durch

Nürnberg: Stadt und Deutsche Bahn AG wollten Demonstration von Opfern des Faschismus verhindern

Wera Richter
Die Initiative »Zug der Erinnerung« hat sich am Freitag gegen ein Kundgebungsverbot der Stadt Nürnberg und der Deutschen Bahn AG durchgesetzt. Somit kann eine Veranstaltung in Erinnerung an die Opfer von Deportationen durch die »Reichsbahn« während des Faschismus wie geplant am Samstag vor dem DB Museum in Nürnberg stattfinden.

»Das ist ein sehr großer Erfolg«, sagte Hans-Rüdiger Minow, Sprecher der Initiative am Freitag gegenüber junge Welt. Zu der Demonstration »Gerechtigkeit für die Überlebenden« und der nun genehmigten Abschlußkundgebung erwarte er mehrere hundert Teilnehmer. Viele davon reisten aus der Ukraine und Rußland an, um gegen die Entschädigungspolitik der Deutschen Bahn zu protestieren. Der Konzern hatte den Opfern der Deportationen zuletzt umgerechnet 25 Euro Entschädigung pro Kopf angeboten.

Nicht minder würdelos war der Versuch, nun ihre Veranstaltung zu verhindern. Das Verbot war nach Auskunft des »Zug der Erinnerung e.V.« mit der Jubi...



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