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01.12.2010 / Feuilleton / Seite 13

»Aber bitte nicht in der Nachbarschaft«

Über HIV-Schnelltests, die Toten der Drogenpolitik und Anwohnerproteste gegen Druckräume. Gespräch mit Dirk Schaeffer

Markus Bernhardt
Dirk Schaeffer ist Referent für Drogen und Strafvollzug in der Bundesgeschäftsstelle der Deutschen AIDS-Hilfe mit Sitz in Berlin

Am heutigen Welt-AIDS-Tag finden überall in der BRD Gedenkveranstaltungen für an AIDS verstorbene Menschen statt. Während sich die Berichterstattung maßgeblich um die Infektionszahlen von Männern, die Sex mit Männern haben, dreht, geraten Betroffenengruppen wie Drogenkonsumenten in den Hintergrund. Wie ist es um das Infektionsrisiko von Heroingebrauchern bestellt?

Richtig ist, daß ein großer Anteil aller neuen HIV-Diagnosen Männern gestellt wird, die Sex mit Männern haben. Das Robert-Koch-Institut geht in seiner aktuellen Schätzung davon aus, daß in Deutschland etwa 70000 Menschen mit HIV oder AIDS leben. Etwa 3000 haben sich demnach im Jahr 2010 neu infiziert.

Wer Drogen intravenös konsumiert, gehört nach wie vor zu denen, die von HIV- und Hepatitisinfektionen am meisten bedroht sind. Auch wenn das Koch-Institut im Jahr 2009 n...


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