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30.11.2010 / Titel / Seite 1

Terror in Teheran

Knut Mellenthin
Bei einem Bombenanschlag in Teheran wurde am Montag morgen ein iranischer Nuklearwissenschaftler getötet. An einer anderen Stelle der Hauptstadt wurde ein weiterer Atomexperte bei einem ähnlichen Attentat schwer verletzt. Auch die Frauen der beiden Wissenschaftler erlitten Verletzungen. In beiden Fällen hatten Mopedfahrer magnetische Bomben an den Fahrzeugen der Opfer angebracht und waren anschließend geflüchtet. Die Anschläge erfolgten nur wenige Stunden nach Veröffentlichung von US-Diplomatenberichten durch das Internetportal Wikileaks. In diesen wurde unter anderem die Meinung aus arabischen Ländern kolportiert, der Westen müsse entschiedener gegen das iranische Atomprogramm vorgehen.

Der getötete Madschid Schahrid­schari war ebenso wie sein verletzter Kollege Fereydun Abbasi, dessen Name auf einer Sanktionsliste des UN-Sicherheitsrats steht, an der Teheraner Schahidbeheschti-Universität als Dozent tätig. Der Chef der iranischen Atomenergie-Behörde, A...

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