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25.11.2010 / Thema / Seite 10

»Die Leute vor Ort machen die Drecksarbeit...«

Hintergrund. Hinter der harmlos anmutenden Bezeichnung »Sicherheitssektorreformen« verbirgt sich vor allem eines: Der weltweite Aufbau von Repressionsorganen im Dienste des Westens

Jonna Schürkes
Auf dem NATO-Gipfel vom 19. bis 21.November 2010 in Lissabon ging es neben dem neuen Strategischen Konzept des Bündnisses auch um das weitere Vorgehen in Afghanistan. Die Medienberichte nach dem Gipfel suggerieren, der Abzug der NATO-Truppen wäre nun, nach neun Jahren Besatzung Afghanistans, eingeleitet und bis 2014 abgeschlossen.

»Wir werden in Lissabon den Prozeß der Übergabe der Verantwortung einleiten und damit uns eine Abzugsperspektive erarbeiten«, hatte Außenminister Guido Westerwelle im Vorfeld des Treffens im Deutschlandradio (vom 14.11.2010) erklärt.

Um die »Übergabe der Verantwortung« vollziehen zu können, wird der afghanischen Regierung ein riesiger Sicherheitsapparat an die Hand gegeben: Inzwischen sollen bis Oktober 2011 134000 Polizisten und 171600 Soldaten ausgebildet und ausgerüstet sein, die dann im Sinne der NATO die Aufständischen in Afghanistan bekämpfen und die Bevölkerung unter Kontrolle halten sollen. Um zu gewährleisten, daß Pol...



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