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20.11.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Fed in Bedrängnis

Die US-Notenbank gilt vielen US-Bürgern als Komplize der Bankster. Nach den November-Wahlen steigt der Druck, die Macht der heimlichen Finanzregierung zu beschneiden

Rainer Rupp
Noch im Sommer 2008 hatte die breite Öffentlichkeit in den USA kaum eine Ahnung von der Existenz der US-Notenbank Fed. Sie wußte nichts von deren Rolle und erst recht nicht, wer an ihrer Spitze stand. Heute kennt die Mehrheit der US-Amerikaner Ben Bernanke, und nicht wenige hassen ihn. Er gilt ihnen als Komplize der Finanzmarktjongleure (Schimpfwort: »Bankster«) und als Mann, dessen irre Geldschöpfungspolitik des »quantitative easing« (QE2) die Kaufkraft des Dollar endgültig zerstören will. Allseits wird heute im Internet, aber auch zunehmend in den Mainstreammedien vorgerechnet, daß der Wert des Greenback seit Gründung der Fed (Federal Reserve System) im Jahr 1913 96 Prozent eingebüßt habe. Und nun wird befürchtet, daß infolge der wunderbaren Geldvermehrung sich auch noch der Restwert des Dollars in Luft auflöst. Dazu wird zunehmend an die deutschen Inflationserfahrungen während der Weimarer Republik erinnert.

Galt die Fed für die in- und ausländische F...

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