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11.11.2010 / Feuilleton / Seite 12

Du bist nichts

Die schönen Menschen am Pool, ratlos: »Somewhere« von Sofia Coppola

Peer Schmitt
Die schönen Menschen lungern am Pool herum oder in ihren Hotelzimmern und haben nicht viel mehr oder Besseres zu tun, als schöne Menschen zu sein. Meistens bereiten sie sich gegenseitig Freude, um hin und wieder ein bißchen wehzutun oder beides auf einmal. Irgendwie kommt immer alles auf dasselbe hinaus.

Die schönen Menschen am Pool, halb verschwommen wie durch Milchglas gefilmt. Dazu hört man einen Song von The Strokes, der unendlich müde klingt. So müde, wie man sein muß, wenn man alles, das Ungesunde und Fiese eingeschlossen, schon ausprobiert hat, zumindest einmal, und es führte sowieso nirgendwohin. Der Song heißt »I’ll try Anything once« und enthält Zeilen wie »Everybody was well dressed/and everybody was a mess« (alle waren sie gut angezogen/ und alle waren sie ziemlich im Arsch).

Popsongs sind in allen Filmen von Sofia Coppola ziemlich wichtig. In »Somewhere«, ihrem neuesten, dem Gewinner des Goldenen Löwen in Venedig, ist das nicht anders...



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