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09.11.2010 / Ansichten / Seite 8

Show must go on

Medienhype um Renate Künast

Rainer Balcerowiak
Vor zehn Jahren verließ Renate Künast entnervt die politische Provinzbühne Berlin, um Karriere auf Bundesebene zu machen. Als Parteivorsitzende, Ministerin und Fraktionschefin spielte sie eine maßgebliche Rolle bei der Transformation der Grünen zu einer neoliberalen Kriegspartei. Jetzt schickt sie sich an, quasi im Triumphzug in die Hauptstadt zurückzukehren und den Posten der Regierenden Bürgermeisterin zu erobern.

Es sieht so aus, als ob ihr das niemand streitig machen könnte. Die Grünen haben sehr gute Chancen, bei den Abgeordnetenhauswahlen im September stärkste Partei zu werden, und an potentiellen Juniorpartnern für eine Koalition unter ihrer Führung besteht kein Mangel: CDU, Linke und SPD haben bereits angeklopft.

Mit eigenen Erfolgen oder überzeugender Programmatik läßt sich der Kultstatus, den Künast mittlerweile in den Medien genießt, kaum erklären. Im Gegenteil: Ihre Wahlversprechen sind ähnlich nebulös und/oder realitätsfern wie die der Konk...



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