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03.11.2010 / Ausland / Seite 6

Arundhati Roy soll vor Gericht

Indische Hindunationalisten empört über Forderung nach »Freiheit für Kaschmir«

Thomas Berger
Die wohl bekannteste indische Schriftstellerin Arundhati Roy ist zum Ziel der Empörung der oppositionellen hindunationalistischen Bharatiya Janata Party (BJP) geworden. Bei einer Konferenz über das Kaschmirproblem, die in der vergangenen Woche in Delhi stattfand, forderte die 1997 mit ihrem Roman »Der Gott der kleinen Dinge« weltbekannt gewordene Autorin als eine von mehreren Rednern »Azaadi« (Freiheit) für Kaschmir von Indien und für Indien von Kaschmir. Das Gebiet sei »niemals integraler Bestandteil Indiens« gewesen. Es müsse eine Autonomielösung für den nördlichsten Bundesstaat geben, der nach der Teilung Britisch-Indiens der indischen Föderation einverleibt wurde. Auf Bitten des hinduistischen Maharadschas, der damals über eine mehrheitlich muslimische Bevölkerung herrschte, hatte das indische Militär 1948 eine drohende pakistanische Invasion abgewehrt. Eine Volksbefragung zum künftigen Status des Gebietes, wie sie später die UNO angeregt hatte, lehne...

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