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22.10.2010 / Feuilleton / Seite 12

Im Sturm tut es jeder Hafen

Ruhe haben und ein paar Hunde: »La bocca del lupo« spielt mit den Grenzen des Dokumentarfilmgenres

Anja Trebbin
La bocca del lupo« (Das Maul des Wolfs) läßt sich vielleicht am besten als semidokumentarisches Dokumentarfilmessay bezeichnen. Der italienische Regisseur Pietro Marcello spielt mit den Grenzen des Genres, ohne sie zu verlassen. Dokumentarisches und Inszeniertes fließt ineinander. Der Zuschauer kann nie sicher sein, auf welche Ebene er gerade mitgenommen wird.

Zwei Erzählstränge sind miteinander verknüpft. Da ist einmal die Geschichte des Verfalls der Stadt Genua. Marcello benutzt Archivaufnahmen und Amateurfilme, um die florierende Hafenstadt früherer Zeiten heraufzubeschwören. Wo einst Schönheit und Prosperität gewesen sein sollen, bröckeln heute die Fassaden. Erhabenes ist der Armut gewichen. Das Hafenviertel wurde allerdings schon immer von Menschen aus aller Welt bevölkert, Reisenden und Bleibenden, die von einem besseren Leben träumten.

Da ist zum anderen die Geschichte einer Liebe: Enzo (Vincenzo Motta) ist als Kind mit seinem Vater aus Sizilien ...



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