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21.10.2010 / Ausland / Seite 7

Folter bleibt Alltag

UN-Vertreter kritisiert Praxis weltweit. Skandal um Mißhandlungen in Indonesien

Thomas Berger
Der Leiter des UN-Ausschusses gegen Folter, Claudio Grossman, hat am Dienstag bei einer Pressekonferenz in New York eine ernsthafte Einhaltung der 1984 verabschiedeten Antifolterkonvention der Vereinten Nationen gefordert. Folter gebe es noch immer überall auf der Welt, der Ausschuß habe sie »überall gefunden«, so Grossman. Ungeachtet ihres Beitritts zu der Konvention wenden zahlreiche Länder Folter weiterhin an. Nur 64 der Unterzeichnerstaaten hätten bislang zugelassen, daß der Ausschuß Einzelklagen prüfen durfte. Bislang haben nur 147 der insgesamt 192 UN- Mitgliedsstaaten die Konvention überhaupt ratifiziert, darunter alle fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates. Auch Indonesien ratifizierte das Dokument 1998, 13 Jahre nach der Unterzeichnung. Doch nun werfen Videoaufnahmen von Polizeiübergriffen ein anderes Licht auf die Realität in dem Inselstaat.

Zu sehen ist, wie zwei einheimische Männer in der seit Jahrzehnten nach Unabhängigkeit strebe...

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