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16.10.2010 / Thema / Seite 10

Doppelbödiges Abkommen

Geschichte. Am 16. Oktober 1925 wurde der »Vertrag von Locarno« paraphiert

Manfred Weißbecker
Locarno: Ein relativ kleiner Ort, idyllisch gelegen im Schweizer Tessin am Lago Maggiore, heute bekannt als Stadt internationaler Filmfestspiele. Vor 85 Jahren spürten die Einwohner indessen jene Hektik, die es nun einmal bei allen internationalen Treffen verantwortlicher Politiker gibt. Vom 5. bis zum 16. Oktober 1925 verhandelten hier Vertreter Deutschlands, Belgiens, Frankreichs, Großbritanniens und Italiens miteinander. Ein wichtiges Thema der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg stand zur Debatte. Man brütete über Texten, die – so war es dem Schlußprotokoll zu entnehmen – helfen sollten, »gemeinsam die Mittel zum Schutze ihrer Völker vor der Geißel des Krieges zu suchen und für die friedliche Regelung von Streitigkeiten jeglicher Art, die etwa zwischen ihnen entstehen könnten, zu sorgen«. Die Delegationen waren bewußt klein gehalten worden; der deutschen gehörte auch Reichskanzler Hans Luther an.

In einem langen Hin und Her feilten die Beteili...

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