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08.10.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 8

»Aus Deutschland wird auch giftiges Plutonium exportiert«

Vermutlich in der kommenden Woche soll Atommüll von Ahaus nach Rußland gebracht werden. Ein Gespräch mit Vladimir Slivyak

Michael Schulze von Glaßer
Vladimir Slivyak ist im Vorstand der russischen Umweltorganisation Ecodefense

Der genaue Termin wird zwar geheimgehalten, aber wahrscheinlich schon in der kommenden Woche sollen 951 abgebrannte Brennstäbe vom atomaren Zwischenlager Ahaus im Münsterland nach Rußland transportiert werden. Es gebe einen Vertrag mit dem russischen Staat, der den Atommüll bei sich aufnimmt, erklärten die deutschen Behörden vor drei Monaten. War Ihnen dieser Vertrag bekannt?

Nein, wir kannten nur einen Vertrag zwischen Rußland und den USA, die sich vor zehn Jahren unter anderem auf die Rücknahme radioaktiver Materialen aus ehemaligen Forschungsreaktoren sowjetischer Bauart geeinigt hatten. Dadurch sollte verhindert werden, daß Terroristen an radioaktives Material gelangen. Solche Atomreaktoren standen beispielsweise in Libyen und in Ländern Zentralasiens.

In Deutschland gab es noch aus Zeiten der DDR einen Forschungsreaktor in Rossendorf bei Dresden. Der Müll aus dieser Anlage...


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